Ostergruß des Teampfarramts

Liebe Gemeinde am Melanchthonhaus,

vor uns liegen der Karfreitag und die Ostertage. Es fühlt sich eigenartig an, diese Tage nicht mit Ihnen gemeinsam in den Gottesdiensten im Melanchthonhaus zu begehen und zu feiern.

Das Versammlungsverbot zeigt uns ganz deutlich, wie sehr Gottesdienst davon lebt, dass Menschen zusammenkommen, gemeinsam beten, singen und einander tragen.

Es fühlt sich seltsam an und trotzdem wird es Ostern.

Im Melanchthonhaus wird die Osterkerze vor dem Altar stehen und wir werden Ihnen von dort einen Fotogruß am Ostersonntag zeigen.

Wir möchten Sie einladen, den Weg von der Sterbestunde Jesu am Karfreitag, über die Osternacht hin zum Ostermorgen mit uns an den Bildschirmen mitzugehen.

Die Gottesdienste können auf JenaTV (über Kabel oder Streaming) und über die Mediathek angeschaut bzw. über den Offenen Kanal Jena im Radio mitgefeiert werden:

  • Karfreitag, 10.04.20, 15 Uhr
  • Osternacht, 11.04.20, 22 Uhr (Wiederholung am Ostermorgen, 12.04.20, 6 Uhr)
  • Ostersonntag, 12.04.20, 10 Uhr

Für die Kinder und alle, die Freude daran haben, werden am Ostersonntag um 10.35 Uhr wieder „Die Sonntagsretter – mit Lukas, Nina und Freunden“ in JenaTV Sie alle herzlich begrüßen.

Es wird Ostern werden. Jesus geht durch den Tod hindurch ins Leben.

Wir feiern Ostern in diesem Jahr anders als sonst.

Vielleicht hören und erleben wir in diesem Jahr die Osterbotschaft anders als sonst.

 

In jedem Fall können wir getrost bekennen:

Der Herr ist auferstanden.

Er ist wahrhaftig auferstanden.

 

Möge das Osterlicht auch in Ihr Leben scheinen.

Und bis wir uns wiedersehen, stärke und behüte Sie unser Gott des Lebens.

 

Bleiben Sie gesund und seien Sie herzlich gegrüßt von

Ihrem Pfarrteam

Johannes Bilz und Nina Spehr

Gottesdienste bei JenaTV – Die Sonntagsretter

Jeden Sonntag werden die Gottesdienste bei JenaTV per Livestream und per Video übertragen.
Der Gottesdienst vom 22.3. mit Pfarrer Bilz, Lukas Kleinwächter und Lukas Gräfe finden Sie hier bei JenaTV

Normalerweise findet in unseren Innenstadtsprengeln ein buntes Programm für die Kinder statt. Momentan fällt alles aus: Kindergottesdienst, Christenlehre, Kinderkirche, Spurensuche usw.

Deswegen machen sich Lukas Gräfe und Pastorin Nina Spehr auf, den Sonntag zu retten und wenigstens über den Bildschirm die Kirche zu den Kindern zu bringen.

Am Sonntag, den 29.03.20, ist direkt im Anschluss an den Gottesdienst aus der Stadtkirche auf Jena TV Premiere für „Die Sonntagsretter“. Schaltet unbedingt ein, denn euch erwartet ein buntes Programm: Ein Tüftler, der den Kindern eine Aufgabe für die Woche gibt, ein Vogel, der sich für einen Engel hält und lustige Songs darüber, warum es besser ist, Dinge gemeinsam zu tun.

Di, 10.03.2020, 19.30 Uhr „Eine Jugend im Osten“

Veranstaltungsreihe „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“

Di, 10.03.2020, 19.30 Uhr

Eine Jugend im Osten

Anette Schmidt –  Autobiografische Skizzen

In ihren Erinnerungsbildern an eine Jugend im östlichen Nachkriegsdeutschland

formuliert Anette Schmidt eine Liebeserklärung an ihr Dorf, ihre Eltern und ihre Freunde. Sie erzählt von der Mutter Erika, die aus ihrer schlesischen Heimat fliehen musste und zusammen mit dem Maler Karl Kirschning nach dem Zweiten Weltkrieg in der Industrieregion Zeitz in Mitteldeutschland ein neues Zuhause aufbaute.

Der Leser erfährt in ihren Schilderungen wie es war, in unmittelbarer Nähe eines Übungsgeländes der Sowjetarmee zu leben, und darf lächeln über Dorfgeschichten, die im Kleinen die Zeitgeschichte widerspiegeln. Offen plaudert sie über ihre ersten Liebeserfahrungen.

Bei allem bewahrt die Autorin den kindlichen Blickwinkel des Staunens und des Beobachtens und zeigt, dass auch im deutschen Osten der 60er und 70er Jahre junge Menschen sich eine Welt erschufen, die beinahe in Ordnung schien.

Clara Wieck- Schumann – Dienstag, 28.01.2020 – 19.30 Uhr

die erste Veranstaltung im neuen Jahr in der Reihe „Komm, ich erzähl‘ dir eine Geschichte“ findet  am

Dienstag, d. 28.01.2020, 19.30 Uhr im Melanchthonhaus Jena, Hornstr. 4 statt.

Clara Wieck- Schumann

Von Clara Schumanns erfülltem Leben als Pianistin, Komponistin, Konzertorganisatorin, Pädagogin, Verlegerin und Familienoberhaupt erzählen Christine Theml und Christa Niedner.

Im Mittelpunkt stand für sie die Musik, beginnend bei ihrer Wunderkind-Karriere, der Liebe zu Robert Schumann und dem resultierenden Spannungsfeld von Familie und Künstlerinnendasein bis hin zu ihrer internationalen Karriere als Klaviervirtuosin nach dem Tod ihres Mannes.

Clara Wieck wurde am 13.9.1819 in Leipzig geboren. Der Vater Friedrich Wieck erkennt ihr großes Talent und will sie zu einer weltberühmten Konzertpianistin machen. Robert Schumann wird ein Schüler Wiecks und zieht in das Haus ein. Clara und Robert verliebten sich ineinander, zu Konflikten mit dem Vater führend. 1840 heiraten beide. Clara findet sich mühsam in die Hausfrauenrolle, ohne ihr Klavierspiel und das Komponieren aufzugeben. Robert erlebt einen Schaffensrausch. Nach seinem frühen Tod organisiert sie beherzt das Leben ihrer Kinder und engagiert sich auf ihren Konzertreisen für sein Werk. Das Interesse an ihren eigenen Kompositionen verlor sich nach ihrem Tod. Im Gedächtnis der Nachwelt blieb sie als große Pianistin und Vermittlerin der Kompositionen ihres Mannes Robert Schumanns. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie als Komponistin wiederentdeckt.

Die Lesung wird durch Christoph Hilpert am Klavier umrahmt.